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15. Januar 2026 · 5 min Lesezeit

Was tun nach einem Unfall? Die 7 wichtigsten Schritte

Vom Unfallort bis zur Versicherung: Diese Reihenfolge schützt Sie rechtlich und finanziell — und vermeidet die häufigsten Fehler.

Ein Unfall ist Stress pur. In den ersten Minuten zählt eine klare Reihenfolge — sie entscheidet darüber, ob Sie hinterher die volle Versicherungsleistung bekommen oder Geld auf der Strecke liegen lassen.

1. Unfallstelle sichern

Warnblinker an, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen (innerorts ca. 50 m, Landstraße 100 m, Autobahn 200 m). Verletzte versorgen und ggf. den Notruf 112 wählen.

2. Polizei rufen — wann genau?

Bei Personenschaden, größeren Sachschäden, unklarer Schuldfrage, Streit oder Verdacht auf Alkohol/Drogen immer die Polizei rufen (110). Bei kleinen Blechschäden ohne Streit reicht das gemeinsame Ausfüllen eines Europäischen Unfallberichts.

3. Beweise sichern

  • Fotos vom Unfallort aus mehreren Perspektiven
  • Fotos der Schäden an allen beteiligten Fahrzeugen
  • Kennzeichen, Versicherungsdaten, Personalien aller Beteiligten
  • Zeugen mit Namen und Telefonnummer notieren
  • Skizze der Endposition der Fahrzeuge

4. Niemals Schuld eingestehen

5. Eigenen unabhängigen Gutachter beauftragen

Bei einem Unfall, den ein anderer verschuldet hat, haben Sie als Geschädigter das Recht auf einen freien Gutachter Ihrer Wahl. Die gegnerische Versicherung trägt die Kosten. Ein unabhängiger Sachverständiger arbeitet ausschließlich in Ihrem Interesse — nicht im Interesse der Versicherung.

6. Anwalt einschalten

Bei Personenschäden oder strittiger Schuldfrage ist ein Verkehrsrechtsanwalt sinnvoll. Auch dessen Honorar zahlt bei Fremdverschulden die gegnerische Versicherung.

7. Versicherung melden — innerhalb 7 Tagen

Den Schaden müssen Sie Ihrer Kfz-Versicherung innerhalb einer Woche melden — auch wenn Sie nicht schuld sind. Schicken Sie das Gutachten erst nach Fertigstellung an die gegnerische Versicherung.

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